Strategie

Die Herausforderungen für Kommunen sind gewaltig: Demografischer Wandel, Finanzmittelknappheit, sich ändernde Erwartungen der Bürger, steigende gesetzliche Vorgaben. Diese sind, inbesondere auch wegen generell sinkender Stellenausstattung, nur mit strategischem Handeln zu meistern.

Denn mit der Umstellung auf die doppische Haushalts-systematik ist ein wesentliches Ziel jahrelanger Reformbestrebungen näher gerückt: Die ergebnis-orientierte Haushaltssteuerung.

Jeder kennt das aus seinem Privatleben: In einem Jahr schafft man meist weniger als man denkt. In mehreren Jahren allerdings, schafft man mehr, als man zunächst für möglich gehalten hat. Die Konzentration auf eine langfristige Strategie ermöglicht also vor allem die Entfaltung größerer Potenziale. Dies gilt auch für Behörden.

In den reformierten Haushaltsvorschriften sind Produktziele, Kennzahlen, manchmal sogar Maßnahmenbeschreibungen gefordert – die jahresbezogene, operative Ebene eines Strategiesystems. Nicht gesetzlich gefordert, jedoch unentbehrlich für eine strategische Steuerung ist die Ausrichtung an einer langfristigen Entwicklungsrichtung mit Hilfe von Leitbildern, Oberzielen und Handlungsschwerpunkten.